SCORM KI-Schulung LMS-Integration: Checkliste für L&D und IT
Was ist SCORM KI-Schulung LMS-Integration?
SCORM KI-Schulung LMS-Integration bezeichnet den Prozess, bei dem KI-Schulungsinhalte als standardisiertes SCORM-Paket – eine ZIP-Datei mit HTML, JavaScript und einer Manifest-Datei – in ein Lernmanagementsystem importiert werden. Das LMS kommuniziert dabei über eine definierte API mit dem SCORM-Kurs und empfängt Lerndaten wie Abschlussstatus, Testergebnis und Bearbeitungszeit. Diese Daten werden revisionssicher gespeichert und ermöglichen den Compliance-Nachweis nach EU AI Act Art. 4.
Kurz gesagt: Mitarbeitende öffnen die KI-Schulung direkt im LMS, absolvieren Inhalte und Wissenstests – und HR sieht in Echtzeit, wer abgeschlossen hat.
SCORM 1.2 vs. SCORM 2004 vs. xAPI: Welcher Standard passt?
Drei Standards dominieren den Markt. Welcher für Ihre LMS-Integration der richtige ist, hängt von Ihrem System und Ihren Reporting-Anforderungen ab.
SCORM 1.2
Der älteste und am weitesten verbreitete Standard. Nahezu jedes Lernmanagementsystem unterstützt SCORM 1.2. Die Datenkommunikation ist einfach: Abschlussstatus (passed/failed/completed/incomplete), Score und Bearbeitungszeit werden übertragen. Einschränkung: keine granularen Interaktionsdaten, begrenzte Fehlerbehandlung.
Empfehlung: Wählen Sie SCORM 1.2, wenn maximale Kompatibilität Priorität hat – insbesondere bei älteren Systemen wie ILIAS in Standardkonfiguration oder SAP SuccessFactors Learning.
SCORM 2004 (3rd/4th Edition)
Erweiterter Standard mit präziserer Zustandsmaschine (cmi.completion_status + cmi.success_status getrennt), besserer Fehlerbehandlung und detaillierteren Interaktionsdaten. Unterstützt sequenzierte Lernpfade. Nicht alle Systeme implementieren SCORM 2004 vollständig – Kompatibilitätsprobleme treten dabei regelmäßig auf.
Empfehlung: Wählen Sie SCORM 2004, wenn Ihr LMS es vollständig unterstützt (z. B. Moodle, Docebo, Cornerstone OnDemand) und Sie detaillierteres Reporting benötigen.
xAPI (Tin Can API)
Modernster Standard. Lerndaten werden als Statements (Akteur – Verb – Objekt) an einen Learning Record Store (LRS) gesendet. Ermöglicht Tracking außerhalb des LMS, auf mobilen Geräten, in Simulationen. Erfordert einen separaten LRS oder ein System mit integriertem LRS.
Empfehlung: xAPI lohnt sich, wenn Sie Lerndaten aus verschiedenen Quellen konsolidieren wollen. Für den Standard-Rollout einer KI-Pflichtschulung ist SCORM 1.2 oder SCORM 2004 die pragmatischere Wahl.
| Standard | Kompatibilität | Reporting-Tiefe | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| SCORM 1.2 | Sehr hoch | Basis | Maximale LMS-Kompatibilität |
| SCORM 2004 | Mittel–hoch | Erweitert | Getrennte Completion/Success-Status |
| xAPI | LRS erforderlich | Sehr hoch | Tracking außerhalb LMS möglich |
LMS-Kompatibilität: Getestete Systeme im Überblick
Die folgende Übersicht zeigt, welche Systeme SCORM-kompatible KI-Schulungspakete unterstützen und welche Version empfohlen wird.
| LMS | SCORM 1.2 | SCORM 2004 | xAPI | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Moodle | ✓ Vollständig | ✓ Vollständig | ✓ (mit LRS-Plugin) | Open Source, sehr flexibel |
| ILIAS | ✓ Vollständig | ✓ Weitgehend | Eingeschränkt | Häufig in öffentlicher Verwaltung |
| SAP SuccessFactors | ✓ Vollständig | ✓ Weitgehend | ✓ | Enterprise-Lösung, AVV vorab klären |
| Cornerstone OnDemand | ✓ Vollständig | ✓ Vollständig | ✓ | Starkes Reporting, HR-Integration |
| Docebo | ✓ Vollständig | ✓ Vollständig | ✓ | Modernes UI, gute API |
| TalentLMS | ✓ Vollständig | ✓ Weitgehend | Eingeschränkt | Schneller Einstieg, KMU-geeignet |
| LearnDash | ✓ Vollständig | Eingeschränkt | Eingeschränkt | WordPress-basiert, für kleinere Rollouts |
Hinweis: „Weitgehend“ bedeutet, dass die Kernfunktionen (Abschlussstatus, Score) funktionieren, aber einzelne SCORM 2004-Sequenzierungsfeatures möglicherweise nicht vollständig implementiert sind. Testen Sie Ihr SCORM-Paket immer in einer Testinstanz vor dem Live-Rollout.
Schritt-für-Schritt: Technischer Integrationsprozess
Die LMS-Integration eines SCORM-Pakets folgt einem klaren Ablauf. Hier der konkrete Prozess – nicht abstrakt, sondern so wie er in der Praxis funktioniert.
Schritt 1: SCORM-Paket erhalten
Sie erhalten von SESTdigital eine ZIP-Datei. Diese enthält die Datei imsmanifest.xml, alle HTML/JS/CSS-Dateien sowie Medien. Entpacken Sie die ZIP-Datei nicht – das LMS importiert sie als Ganzes.
Schritt 2: Kurs im LMS anlegen
Navigieren Sie zur Kursverwaltung. Wählen Sie „Neuen Kurs erstellen“ und als Kurstyp „SCORM/AICC“ oder „E-Learning-Inhalt“ (je nach Terminologie Ihres Systems).
Schritt 3: ZIP-Datei importieren
Laden Sie die ZIP-Datei hoch. Das LMS liest automatisch die imsmanifest.xml aus und erkennt Titel, Struktur und SCORM-Version. Bei SCORM 1.2 erscheint in der Manifest-Datei schemaversion="1.2", bei SCORM 2004 entsprechend "2004 4th Edition".
Schritt 4: SCORM-Einstellungen konfigurieren
Hier entscheiden Sie über die Abschlussregel. Typische Optionen:
– Abschluss durch Bestehen des Wissenstests (Score ≥ 80 %)
– Abschluss durch vollständige Bearbeitung aller Seiten
– Abschluss durch Kombination beider Kriterien
Wichtig: Stellen Sie sicher, dass die Abschlussregel im LMS mit der im SCORM-Paket definierten Logik übereinstimmt. Abweichungen sind eine der häufigsten Fehlerquellen.
Schritt 5: Tracking-Konfiguration prüfen
Aktivieren Sie das Tracking für: cmi.core.lesson_status (SCORM 1.2) bzw. cmi.completion_status + cmi.success_status (SCORM 2004), cmi.core.score.raw, cmi.core.session_time. Diese Felder liefern die Daten für Ihr Reporting.
Schritt 6: Pop-up-Einstellungen prüfen
Viele SCORM-Kurse öffnen in einem neuen Fenster. Stellen Sie sicher, dass Pop-up-Blocker im Browser der Mitarbeitenden deaktiviert sind oder das LMS eine Ausnahmeregel enthält. Andernfalls startet der Kurs nicht – und der Lernfortschritt wird nicht übertragen.
Schritt 7: Testlauf in Testinstanz
Absolvieren Sie den Kurs vollständig in einer Testinstanz. Prüfen Sie anschließend im Reporting, ob Abschlussstatus, Score und Zeit korrekt angezeigt werden.
Schritt 8: Zuweisung an Lerngruppen
Weisen Sie den Kurs den relevanten Nutzergruppen zu. Definieren Sie Fälligkeitsdatum und Erinnerungsautomatisierung. Bei Pflichtschulungen empfehlen wir eine automatische Erinnerung nach 7 und 14 Tagen.
Schritt 9: Single Sign-On konfigurieren (optional)
Falls Ihr LMS Single Sign-On (SSO) unterstützt, verbinden Sie es mit Ihrem Identity Provider (z. B. Azure AD). So melden sich Mitarbeitende mit vorhandenen Zugangsdaten an – keine separate Registrierung nötig.
Schritt 10: Live-Rollout und Monitoring
Schalten Sie den Kurs frei. Beobachten Sie in den ersten 48 Stunden die Completion-Rate und prüfen Sie, ob technische Probleme gemeldet werden.
10-Punkte-Checkliste vor dem SCORM-Upload
Bevor Sie das SCORM-Paket in Ihr LMS importieren, prüfen Sie diese zehn Punkte:
- ZIP-Datei unverändert – Nicht entpacken, nicht umbenennen, keine Dateien hinzufügen.
- imsmanifest.xml vorhanden – Öffnen Sie die ZIP-Datei und prüfen Sie, ob die Manifest-Datei im Stammverzeichnis liegt.
- SCORM-Version bekannt – SCORM 1.2 oder SCORM 2004? Stimmt die Version mit den Anforderungen Ihres Systems überein?
- LMS-Kompatibilität bestätigt – Hat Ihr Anbieter die SCORM-Version offiziell freigegeben?
- Abschlussregel definiert – Welche Bedingung löst „completed“ aus? Score-Schwelle oder Seitenaufruf?
- Pop-up-Blocker deaktiviert – Testbrowser auf Pop-up-Ausnahmen geprüft?
- Testinstanz vorhanden – Kurs zuerst in Testumgebung importieren, nicht direkt in Produktion.
- Tracking-Felder aktiviert – Completion, Score und Zeit werden ans LMS zurückgemeldet?
- AVV mit LMS-Anbieter – Auftragsverarbeitungsvertrag für personenbezogene Lerndaten abgeschlossen?
- Rollback-Plan – Was passiert, wenn der Import fehlschlägt? Backup der vorhandenen Kursversion vorhanden?
Tracking & Reporting: Welche Lerndaten ans LMS fließen
Das Lernmanagementsystem empfängt bei einer SCORM-Integration folgende Kerndaten:
- Abschlussstatus (
lesson_status/completion_status): passed, failed, completed, incomplete, not attempted - Testergebnis (
score.raw,score.min,score.max): Rohpunktzahl und Bestehensgrenze - Bearbeitungszeit (
session_time,total_time): Wie lange hat die Person am Kurs gearbeitet? - Lernfortschritt-Tracking (
progress_measurebei SCORM 2004): Prozentualer Fortschritt durch den Kurs - Interaktionsdaten (optional, SCORM 2004): Welche Fragen wurden wie beantwortet?
Für HR und L&D bedeutet das: Sie sehen auf Knopfdruck, wer die KI-Schulung abgeschlossen hat, wer noch aussteht und wer den Wissenstest nicht bestanden hat. Diese Informationen lassen sich exportieren – als CSV, Excel oder direkt in HR-Systemreports.
Das Reporting unterstützt dabei nicht nur die interne Steuerung. Es ist auch die Grundlage für die Compliance-Dokumentation nach EU AI Act Art. 4.
EU AI Act Art. 4 AI Literacy: Compliance-Nachweis durch SCORM-Tracking
Seit Februar 2025 gilt Artikel 4 der KI-Verordnung (EU AI Act): Unternehmen müssen sicherstellen, dass Mitarbeitende, die KI-Systeme einsetzen oder überwachen, über ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz verfügen. Diese KI-Kompetenzpflicht ist keine Empfehlung – sie ist geltendes Recht.
Das SCORM-Paket liefert den Nachweis auf drei Ebenen:
1. Completion-Tracking als Teilnahmenachweis
Das LMS dokumentiert automatisch, wer die Pflichtschulung abgeschlossen hat – mit Zeitstempel. Dieser Datensatz ist revisionssicher und kann bei Audits vorgelegt werden.
2. Score-Tracking als Kompetenznachweis
Der Wissenstest im SCORM-Kurs prüft, ob Mitarbeitende die Lerninhalte verstanden haben. Das Testergebnis wird ans LMS übertragen und gespeichert. Wer die Mindestpunktzahl nicht erreicht, muss den Kurs wiederholen – das LMS steuert das automatisch.
3. Abschlusszertifikat als Dokumentationsnachweis
Nach erfolgreichem Abschluss stellt das LMS ein Abschlusszertifikat aus. Dieses Zertifikat enthält Name, Datum und bestandenen Kurs – und kann in der Personalakte abgelegt oder in ein HR-System exportiert werden.
Die Compliance-Dokumentation entsteht damit automatisch als Nebenprodukt des Lernprozesses – kein manueller Aufwand, keine Lücken im Nachweis.
Wer die rechtlichen Anforderungen der KI-Verordnung im Detail verstehen möchte, findet weitere Informationen auf unserer Seite zu EU AI Act Grundlagen.
SCORM-Paket-Download: Welche SESTdigital-Schulungen verfügbar sind
SESTdigital stellt folgende KI-Schulungen als SCORM-Paket bereit:
KI-Führerschein
Die Grundausbildung für alle Mitarbeitenden, die KI-Tools einsetzen oder einsetzen werden. Verfügbar als SCORM 1.2 und SCORM 2004. Enthält Wissenstest mit konfigurierbarer Bestehensgrenze, Abschlusszertifikat und vollständiges Lernfortschritt-Tracking. Direkt auf EU AI Act Art. 4 ausgerichtet – der KI-Führerschein ist als Pflichtschulung konzipiert.
KI-Kickstart-Programm
Der modulare Schnelleinstieg in die KI-Nutzung für Teams und Abteilungen. Einzelne Module sind als SCORM-Pakete verfügbar und können in vorhandene Lernpfade integriert werden. Verfügbar als SCORM 1.2.
Weitere Schulungsmodule
Je nach Bedarf können weitere KI-Schulungsinhalte – etwa zu spezifischen Anwendungsfällen, Prompt-Logik oder KI-Governance – als SCORM-Paket bereitgestellt werden. Sprechen Sie uns an, wenn Sie spezifische Inhalte für Ihre Branche oder Funktion benötigen.
Alle SCORM-Pakete werden auf Anfrage bereitgestellt. Kein öffentlicher Download – die Pakete werden individuell für Ihr Unternehmen konfiguriert und übergeben.
Anpassbarkeit / White-Labeling: Individualisierung des SCORM-Pakets
Standard-SCORM-Pakete von der Stange passen selten zu den spezifischen Anforderungen eines Unternehmens. SESTdigital bietet deshalb verschiedene Anpassungsoptionen:
Branding
Logo, Farbschema und Schriftarten können an Ihr Corporate Design angepasst werden. Der Kurs erscheint dann im Look & Feel Ihres Unternehmens – nicht als generisches E-Learning.
Inhaltliche Anpassung
Beispiele, Szenarien und Use Cases können auf Ihre Branche oder Ihre internen Prozesse zugeschnitten werden. Wer im produzierenden Gewerbe arbeitet, braucht andere KI-Anwendungsbeispiele als eine Versicherung. Der Kurs-Content wird dabei so angepasst, dass er zur Lebenswirklichkeit Ihrer Mitarbeitenden passt – nicht zu einer generischen Zielgruppe.
Lernpfade
Die Reihenfolge der Lernmodule und die Freischaltlogik können angepasst werden. Führungskräfte durchlaufen einen anderen Lernpfad als Sachbearbeitende – das SCORM-Paket unterstützt diese Differenzierung.
Sprache und Zertifikate
Die Schulungsinhalte können in weitere Sprachen übersetzt werden. Bestehensgrenze, Anzahl der Versuche und das Design des Abschlusszertifikats sind ebenfalls konfigurierbar.
Die Entwicklung angepasster SCORM-Inhalte erfolgt mit professionellen Autorentools wie Articulate Storyline oder Rise 360. Diese Tools ermöglichen interaktive Szenarien, Verzweigungslogiken und responsive Layouts, die in jedem SCORM-kompatiblen LMS funktionieren.
Datenschutz beim Tracking: DSGVO und personenbezogene Daten
Bei der LMS-Integration einer SCORM-Schulung werden personenbezogene Daten verarbeitet: Name, E-Mail-Adresse, Testergebnis, Bearbeitungszeit und Abschlussstatus sind Daten, die einer natürlichen Person zugeordnet werden können.
Das bedeutet für Sie als Unternehmen:
Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
Falls Ihr LMS als Software-as-a-Service betrieben wird (z. B. Docebo, TalentLMS, Cornerstone OnDemand), verarbeitet der Anbieter personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag. Ein AVV ist Pflicht – prüfen Sie, ob dieser bereits abgeschlossen ist.
Datensparsamkeit
Tracken Sie nur, was Sie für Compliance und Steuerung tatsächlich benötigen. SCORM 2004 ermöglicht sehr granulares Interaktions-Tracking – das ist nicht immer notwendig und erhöht den Datenschutzaufwand.
Betriebsrat
In Unternehmen mit Betriebsrat ist die Einführung eines LMS-basierten Schulungs-Trackings mitbestimmungspflichtig. Klären Sie das frühzeitig – nicht erst beim Rollout.
Datenspeicherung
Wo werden die Lerndaten gespeichert? EU-Server sind Pflicht nach DSGVO. Bei Cloud-Systemen prüfen Sie den Serverstandort und die Datenverarbeitungsvereinbarungen.
SESTdigital bietet als Alternative zur Cloud-LMS-Lösung auch eine eigene Lernplattform an, die auf deutschen Servern betrieben wird – mehr dazu im nächsten Abschnitt.
Fehler & Best Practices: Was häufig schiefgeht
Aus der Praxis mit 150+ begleiteten Unternehmen kennen wir die typischen Stolpersteine bei der SCORM-Integration.
Fehler 1: Pop-up-Blocker
Viele SCORM-Kurse öffnen in einem neuen Fenster. Wenn der Browser-Pop-up-Blocker aktiv ist, startet der Kurs nicht – und der Lernfortschritt wird nicht übertragen. Mitarbeitende sehen einen leeren Bildschirm. Lösung: Browser-Ausnahme für die LMS-Domain einrichten oder den Kurs so konfigurieren, dass er im selben Fenster öffnet.
Fehler 2: Falsche Abschlussregel
Das LMS wartet auf ein Signal, das das SCORM-Paket nie sendet – oder umgekehrt. Beispiel: Das LMS erwartet cmi.core.lesson_status = "passed", aber das Paket sendet nur "completed". Ergebnis: Der Kurs gilt als nicht abgeschlossen, obwohl die Person ihn vollständig bearbeitet hat. Lösung: Abschlussregel im LMS und im SCORM-Paket aufeinander abstimmen.
Fehler 3: Falsche SCORM-Version
Ein SCORM 2004-Paket in einem LMS importieren, das nur SCORM 1.2 vollständig unterstützt. Das Ergebnis: Kurs läuft, aber Tracking-Daten werden nicht oder fehlerhaft übertragen. Lösung: Kompatibilität vor dem Import bestätigen.
Fehler 4: Kein Testlauf
Direkt in die Produktionsumgebung importieren ohne vorherigen Test. Wenn dann viele Mitarbeitende den Kurs starten und ein Tracking-Fehler vorliegt, ist der Schaden groß. Lösung: Immer zuerst in einer Testinstanz prüfen.
Fehler 5: Fehlende Rollout-Kommunikation
Der Kurs ist live, aber niemand weiß davon. Oder: Mitarbeitende wissen nicht, warum sie die Schulung absolvieren sollen. Lösung: Führungskräfte als Multiplikatoren einbinden, Zweck der Schulung erklären.
Technisch einwandfreie SCORM-Integration ist notwendig – aber nicht hinreichend. Der Kontext muss stimmen.
Kombination SCORM + Live-Begleitung: Mehr als ein Paket
Ein SCORM-Paket allein löst das Problem nicht vollständig. Das ist keine Schwäche des Standards – es ist eine Eigenschaft von Lernen.
Unternehmen, die KI-Schulungen rein als Selbstlernkurs ausrollen, erleben in der Regel den sogenannten Strohfeuer-Effekt. Completion-Raten sind gut, aber drei Monate später hat sich im Arbeitsalltag nichts verändert.
SESTdigital kombiniert SCORM-Selbstlernphasen mit Live-Begleitung:
SCORM-Paket als Fundament
Die KI-Schulung im LMS liefert die Grundlagen – skalierbar, dokumentierbar, EU AI Act-konform. Alle Mitarbeitenden starten auf demselben Wissensniveau.
Live-Online-Schulungen als Vertiefung
Nach der SCORM-Pflichtschulung folgen praxisorientierte Live-Workshops, in denen Mitarbeitende konkrete Anwendungsfälle aus ihrem Arbeitsalltag bearbeiten. Diese Schulungen finden online statt und werden von erfahrenen Trainer:innen geleitet.
KI-Botschafter-Programm als Verstetigung
Das 6-monatige KI-Botschafter-Programm bildet interne Multiplikatoren aus, die in ihren Abteilungen als Ansprechpartner:innen für KI-Fragen fungieren. So entsteht nachhaltige KI-Kompetenz – nicht als einmaliges Event, sondern als Teil des Arbeitsalltags.
Diese Kombination entspricht dem, was viele L&D-Verantwortliche sich wünschen: keine 100-Meter-Läufe, sondern eine dauerhafte Partnerschaft mit messbaren Ergebnissen nach jeder Phase.
Entwickler-Hintergrund als Qualitätsmerkmal
SESTdigital kommt nicht aus dem Trainingskontext. Wir kommen aus der KI-Softwareentwicklung.
Seit 2021 entwickeln wir Firmen-GPTs, RAG-Systeme und Multi-Agenten-Architekturen für Unternehmen. Das bedeutet: Wenn wir eine KI-Schulung entwickeln, wissen wir, wie KI-Systeme tatsächlich funktionieren – nicht nur, was in Präsentationen steht.
Diese Entwicklungspraxis schlägt sich in den SCORM-Inhalten nieder. Mitarbeitende lernen nicht, wie man einen Chatbot bedient. Sie lernen, wie Sprachmodelle funktionieren, wo ihre Grenzen liegen, wie man Prompts strukturiert und welche Daten man wo hochladen darf – und welche nicht. Genau diese Fragen beantwortet der KI-Führerschein – weil wir wissen, wie die Systeme dahinter aufgebaut sind.
Die Content-Erstellung der SCORM-Pakete erfolgt mit professionellen Autorentools wie Articulate Storyline oder Rise 360. Diese Tools ermöglichen komplexe Interaktionen und Verzweigungslogiken. Rise 360 liefert responsive Microlearning-Module, die auf jedem Gerät funktionieren. Beide Formate werden als SCORM-kompatible Pakete exportiert und in getesteten Systemen validiert.
SESTdigital-Plattform als Alternative zum bestehenden LMS
Kein LMS vorhanden? Kein Problem.
SESTdigital betreibt eine eigene E-Learning-Plattform, die als Alternative zu einem bestehenden Lernmanagementsystem genutzt werden kann. Die Plattform unterstützt SCORM-kompatible Inhalte, bietet Completion-Tracking und Reporting und ist auf deutschen Servern gehostet – DSGVO-konform ohne zusätzlichen Konfigurationsaufwand.
Die eigene Lernplattform ist besonders geeignet für:
– Unternehmen, die noch kein LMS eingeführt haben
– Pilotprojekte, die schnell starten sollen ohne LMS-Beschaffungsprozess
– Unternehmen, die ihre KI-Schulungen von der etablierten LMS-Infrastruktur trennen möchten
Die Plattform kann mit Single Sign-On an vorhandene Identity-Provider angebunden werden. Lerndaten bleiben in der EU. Der Rollout kann innerhalb weniger Tage starten.
Wer eine umfassendere Übersicht über die E-Learning-Optionen von SESTdigital sucht, findet diese auf der KI-E-Learning-Übersichtsseite.
Pilotierung & Support: Was nach dem SCORM-Import passiert
Der Import des SCORM-Pakets ist der Anfang – nicht das Ende.
SESTdigital begleitet Unternehmen nach dem technischen Setup mit einem strukturierten Pilotierungsprozess:
Pilot-Rollout mit definierten Lerngruppen
Zuerst wird die KI-Schulung mit einer kleinen Gruppe ausgerollt. Technische Probleme werden identifiziert und behoben, bevor der Kurs für die gesamte Belegschaft freigeschaltet wird.
Technischer Support
Bei Fragen zur SCORM-Integration, LMS-Konfiguration oder Tracking-Einstellungen steht ein fester Ansprechpartner bei SESTdigital zur Verfügung. Kein anonymes Ticket-System.
Update-Zyklen
KI entwickelt sich schnell. SESTdigital aktualisiert die SCORM-Inhalte regelmäßig, wenn sich relevante Entwicklungen ergeben – neue KI-Tools, Änderungen im EU AI Act, neue Best Practices. Unternehmen erhalten aktualisierte Pakete, die sie in ihr LMS importieren können.
Ein strukturierter SCORM-Rollout gibt Mitarbeitenden klare Orientierung: Was darf ich nutzen? Was nicht? Wie? Das adressiert gezielt das Problem der unkontrollierten KI-Nutzung – sogenannte Schatten-KI –, das viele Unternehmen kennen.
Referenzen: 150+ Unternehmen, 10.000+ Teilnehmende
SESTdigital hat seit 2021 mehr als 150 Unternehmen bei der KI-Integration begleitet. Über 10.000 Mitarbeitende wurden in KI-Schulungen geschult – in Präsenz, online und über E-Learning-Formate.
Diese Skalierbarkeit ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis eines strukturierten Ansatzes: SCORM-Pakete für den skalierbaren KI-Rollout, Live-Schulungen für die Vertiefung, das KI-Botschafter-Programm für die Verstetigung. Der KI-Führerschein als SCORM-Pflichtschulung schafft das gemeinsame Fundament, auf dem weiterführende Schulungen aufbauen können.
Die Kombination aus Entwickler-DNA, nachgewiesener Skalierung und ganzheitlichem Rollout-Ansatz ist das, was SESTdigital von reinen SCORM-Paket-Anbietern unterscheidet.
